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2 Responses to “Informationen”

  1. Arne

    Hallo,

    ich habe mal eine (lange) Frage zum Weißabgleich mit einer DSLR.

    Und zwar habe ich die Canon EOS 350D und soll bei der Hochzeit meines besten Freundes Fotos auf der Feier schießen. (Zum Glück erwartet er keine Wunder, er möchte nur eine Runde “Schnappschüsse” von Ein und Demselben, damit er nicht aus 1000en Aufnahmen wie wild wählen muß)

    So nun möchte ich die Leute natürlich ungern frontal mit meinem integrierten Blitz “flachblitzen” und habe mir von einem Kollegen einen Aufsteckblitz geliehen (Canon SPEEDLITE_430EX) um damit indirekt blitzen zu können. Soweit ich weiß soll der Saal auch hauptsächlich in Weiß gehalten sein, sodas die Decke bestimmt nicht Gelb oder so ist.

    Nuuur, nun kommt der verflixte Weißabgleich ins Spiel. Kunstlicht hab ich da gewiss und die Leute sollen ja auch nicht alle aussehen als hätten sie Hepatitis im Endstadium.

    Jetzt lese ich fast überall ich soll doch einfach eine Graukarte mit fotografieren und die Bilder dann nachträglich im RAW Format bearbeiten. Das möchte ich ehrlich gesagt nicht machen.

    In der Anleitung meiner Kamera steht geschrieben, ich soll einfach eine weiße Fläche fotografieren und das als Manuellen Weißabgleich verwenden!? Da aber meines Wissens nach Weiß nicht unbedingt Weiß ist, weil gerne Aufheller drin sind, und es einen Blaustich hat, bin ich nun verunsichert.

    Mein Gedanke ist nun: Ich fotografiere vor Ort eine Graukarte (Gekauft bei ebay :) ) und verwende Diese beim manuellen Weißabgleich mit meiner Kamera!? (Vollformatig fotografiert) Denke ich da richtig oder wird das nicht funktionieren?

    Freundlichen Gruß aus Braunschweig

    Arne

    #3
  2. admin

    Ja, der Gedenke ist völlig richtig. Das funktioniert so und wird auch in der Kameraanleitung beschrieben (S. 57). Wichtig ist nur, immer wenn die Lichtsituation sich ändert auch einen neuen Weissabgleich zu machen. Nur besteht bei dieser Methode die Gefahr, das man mal vergisst den Weissabgleich an sich ändernde Lichtsituationen anzupassen. Zur Sicherheit würde ich: 1. in RAW fotografieren, 2. falls gewünscht Weissabgleich vor den Aufnahmen in der Kamera einstellen und 3. ab und zu mal eine farbneutrale(!) Fläche fotografieren, damit wenn was nicht stimmt auch leicht korrigiert werden kann. Übrigens ist das nachträgliche Bearbeiten der RAW Aufnahmen kein großer Aufwand, da mit allen (zumindest denen die ich kenne) RAW-Konvertern in “einem Rutsch” viele Aufnahmen auf einen bestimmten Weissabgleich eingestellt werden können. RAW schreibt übrigens den Weissabgleich nur in die Datei rein, wendet diesen Weissabgleichswert aber noch nicht an, das macht dann der RAW-Konverter. Daher ist RAW immer der sichere Hafen; eben – übertragen auf die analoge Welt – das Negativ. Fotografiert man dann nur in JPG wird der falsche Weissabgleich schon angewendet und ist Schwieriger zu ändern.
    Übrigens: die Canon Anleitung spricht davon beim manuellen Weissabgleich ein weisses Objekt zu fotografieren. Dies ist so nicht richtig, wichtig ist es etwas neutralfarbenes zu fotografieren. Ein manueller Weissabgleich mit z.B. Kopierpapier liefert schlechter Aufnahmen als der automatische Kameraabgleich der Kamera (zumindest bei der D700). Das liegt an optischen Aufhellern in dem Kopierpapier. Einen Vergleich des Weissabgleich mit verschiedenen Materialien bereite ich gerade vor.

    #4

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